Am 9. Mai kamen wir in Würzburg an. Wir Kinder sollten bei der Familie Aufderhaar übernachten, meine Eltern im Hotel. Am ersten Abend war Sitzung (im Weinkeller!) für die Erwachsenen und wir blieben daheim.Am zweiten Abend war großes Essen und Ball in einem Hotel.Es war 19.30 Uhr im Hotel Wittelsbacher Höh. Die Erwachsenen (Damen) in langen Kleidern, Män-ner in schwarzen Anzügen tranken Sekt, wir Kinder bekamen Orangensaft. Ein Mann baute seine "One Man Band" auf. Dann gab es Essen. Evelyn, Alexa und ich hatten die Hauptspeise abbestellt und rannten lieber nach draußen, um ein bißchen zu spielen. Nach einer Weile kam Dorothee und der kleine Phillip zu uns. Dorothee erzählte uns ganz aufgeregt, daß unsere holländischen Verwandten mit Erbsen werfen würden, und schon ein Glas zerbrochen sei. Und das höchste dabei wäre, daß ihr Bruder einfach mitmachen würde! Ich schlug ihr vor, doch ebenfalls mitzumachen, doch da antwortete sie: "Nee, das geht leider nicht! Meine Eltern haben uns extra gesagt, daß wir uns gut benehmen sollen, sonst müßten sie sich für uns genieren!"Dann flüsterte uns Phillip zu: "Kommt schnell, wir müssen das Geheimnis finden." Wir gingen mit ihm und drinnen hielt Henning grade eine sehr ernste Rede. Danach blieb ich gleich dort, denn jetzt wurde das Eis serviert. Das hat vielleicht geschmeckt! Danach hielt Bernhard eine Damen… oh, Entschuldigung, eine Rede über Damen, und als er einmal nicht mehr weiter wußte, schrie der kleine Phillip: "Jetzt hat er sich verredet!Bernhards Bruder, Philipp, nahm diese Rede mit Kopfhörern auf. Dann gab uns Heinrich Rosen für alle anwesenden Mütter, denn ab 24 Uhr begann der Muttertag. Nach einer allgemeinen Rosen-Polo-naise wurde dann zu den Klängen der "One-Man-Band" getanzt, was großen Spaß gemacht hat! Evelyn und ich haben uns die Schritte von Patricia erklären lassen. Nur Samba konnten wir nicht. Später wollte Evelyn einen Schluck Wein, damit sie nicht einschläft. Doch ihre Mutter holte ihr nur ein Glas Orangensaft. Ich fand diesen Familientag superphantastischdromedarischtoll und würde so etwas am liebsten jeden Tag mitmachen!Katharina von BruchhausenFreitag, 9. Mai 19.50 UhrTreffpunkt Frankonia-Brunnen am Residenzplatz, Weinprobe bis 23.30 Uhr!Samstag, 10. Mai10.00 UhrBesuch der Festung Marienberg mit Besichtigung des Main-Fränkischen Museums (Tilman-Riemenschneider-Skulpturen) Anschließend Mittagessen16.00 UhrSitzung des Familienverbandes im Hotel "Wittelsbacher Höh". (Kaffee und Torten!)19.30 UhrFestabend an festlich dekorierter Tafel im Hotel "Wittelsbacher Höh", bis … Sonntag, 11. Mai11.00 UhrAusklang auf der Weitsichtterrasse des Hobel "Wittelsbacher Höh"Protokoll MitgliederversammlungTop 1Um 16.15 Uhr begrüßte Familienoberhaupt, Vetter Henning, die versammelten Bruch- und Brockhäuser. Namensträger derer von und zu -husen glänzten durch Abwesenheit.Per Weitwinkelblick entlang des Tisches wurde vom Vorsitzenden, Vetter Henning, die Beschlußfä-higkeit der Versammlung festgestellt. Trotz des nach dieser ersten Formalitätenhürde einsetzenden Tumultes bei der Bestellung von Kaffee und Kuchen, ging man direkt auf Top 2, dem Bericht des Vorstandes über.Top 2Regionaltreffen 1985 in Bad Bentheim:Von Berlin bis München waren Abordnungen eingetroffen, und nur einer global-galaxisch denkenden Familie, wie der unsrigen, kann man das dort Geschehene und Erlebte noch als "Regionaltreffen" verkaufen. Stehende Ovationen der Großfamilie für diese Veranstaltung verleiteten Vetter Jürgen -hausen zu einer "Zugabe". (s. Top 5) Personalentwicklung (Originalton Vorstand)Glücklicherweise haben und hatten wir keine Todesfälle zu beklagen. Der diesjährige (noch zu schaffende!) "Zuchtpreis" geht eindeutig an die Brockhäuser aus Bad Bentheim, die sich mit 2 weiteren Söhnen nachhaltig von dem Geburtenmittelfeld absetzen konnten. FamilienblattGroßes Lob für Vetter Gerd, den Chefredakteur. Zwar konnte auch er die Familienblatt-Auflage nicht erhöhen (Wie denn auch?), aber sie wird interessiert gelesen. Gelungene Wortkombinationen, bis hin zu -kreationen und liebevolle Provokationen, gepaart mit der Bereitschaft zu kompromißlosen journalistischen Recherchen, heben unser Blatt weit über das Niveau üblicher Familienblätter hinaus. Wir alle sind dankbar für Vetter Gerds humoristische bis kritische Begleitung unseres Familienverband-Alltags.Top 3Bericht des Schatzmeisters:Mit einer gelungenen, unappetitliche Assoziationen weckenden, verbalen Kür eröffnete Vetter Hein-rich -hausen durchaus geschickt seine diesjährige Partie gegen die notorischen Nichtzahler! DM 2.960.-* sind wahrhaftig frustrierend für einen Schatzmeister! Doch mit neuester Inkasso-Technologie wird dem Schlendrian fortab Einhalt geboten (toi toi toi). Mittels Bankeinzugsverfahrens soll nun den Mitgliedern bei der jährlichen Mitgliedsbeitragszahlung Dispositionshilfe gewährt werden. Doch trotz dieser bestürzenden Nachrichten war es beruhigend, zu hören, daß der Familienverband mit DM 8.703,- auf diversen Konten noch nicht am Rande der Liquiditätskrise sieht!*AußenständeBerliner Sezession:Schriftführer Franz hat in mühevoller Arbeit Bilder von Theo -husen fotografiert und in einem Ordner zusammengestellt. Vetter Theo wird auch "der Gogh der Mark" genannt. Es wurde darauf hingewiesen, daß dieser Ordner keine vollständige Zusammenstellung der Werke des Meisters ist. Die Auswahl der hier gezeigten Bilder entstammt dem Besitz von Cousine Sigwina.Top 4Entlastung des VorstandesVetter Jürgen -hausen (BB = Bad Bentheim) dankte im Namen der Mitglieder dem Vorstand für seine geleistete Arbeit und bat um Entlastung des Vorstandes, was einstimmig geschah. In einem zweiten Wahlgang wurde der alte, bzw. bisherige Vorstand (ebenfalls einstimmig) wiedergewählt.Top 5Nächstes Familientreffen:Bad Bentheim ist als potentieller Großfamilientreff insofern noch interessanter geworden, als Vetter Heinrich -hausen das Nachbarhaus (incl. großem Grundstück) direkt neben dem Haus seiner Eltern bezogen hat! Die Regionaltreffen sollten nach Meinung aller Anwesenden fester Bestandteil des Großfamilien-Geschehens werden.Vetter Clemens und Cousine Eva Bruchhausen machten daraufhin den attraktiven Vorschlag, sich 1987 regionaltreffend in der Provençe zusammenzurudeln. Pensionen, Gasthöfe usw. könnten ggf. organisiert werden, doch liegt dort die Preisgrenze wesentlich höher, als beispielsweise in Würzburg! Als Terminvorschlag wurde der September als dort schönste Jahreszeit genannt. Mindestdauer aller-dings 1 Woche, incl. Anfahrt. Zu dieser evtl. Veranstaltung soll, bei effektivem Interesse, noch eine gesonderte Information folgen. Termin bitte schon einmal vorbuchen. Koordination (Bus, Zug oder Konvoi)wird von Vetter Joachim -hausen übernommen.Vetter Bernd und Cousine Hildegard Kriebitzsch haben sich dankenswerterweise dazu bereit erklärt, den Familientag 1988 in Neuenburg/Oldenburg zu organisieren und auszurichten.Top 6Anträge:Vetter Jürgen -hausen (BB) hat sich netterweise dazu bereit erklärt, eine neue, aktualisierte Adressenliste aller Mitglieder auszuarbeiten. Es wird darum gebeten, ihn durch prompte Rückmeldungen in seiner Arbeit zu unterstützen. Wobei das relative Promptverständnis aller lieben (!) Cousinen und Vettern ausnahmsweise in diesem Fall auf den Januar 1982 (Einsendeschluß) limitiert wird. Es wurde eine neue Familienchronik mit Bildern und Anwesenheitsliste eingeführt, bzw. vorgestellt. Beginn der Chronik ist der Familientag 1984 in Berlin.Unser Chefredakteur bat und bittet um Beiträge fürs "Blättchen"! Spontan meldeten sich 2 Cousinen und 2 Vettern, die bis spätestens Oktober 1986 ihre Beiträge einsenden "wollen". (Hoffentlich geschieht dies noch bis zur Drucklegung dieser Ausgabe.) Es soll bei dieser Gelegenheit erneut hervorgehoben werden, daß pro Beitrag an Jungautoren (bis 25) DM 50.- als Honorar vergütet werden. Diese Vergütung erfolgt für Beiträge, die mindestens eine "Länge" von 2 Maschinenseiten nachweisen sollten. Für kürzere Beiträge reduziert sich das Honorar proportional.Vetter "Paul" -husens Fortsetzungs-Bestseller findet unvermindert reges Interesse bei seiner Leser-schaft. Allerdings vergrößert sich die Schar derer, die eine kürzere Fassung präferieren würde. Ein-deutig im Vordergrund sieht hierbei der Wunsch und Wille, das Ende dieser Life-Story noch miterle-ben zu dürfen. Dicht gefolgt von der (berechtigten) Sorge anderer Publikationswilliger, daß deren späteren Veröffentlichungen evtl. der Ruch des schon einmal Geschriebenen (oder Gelesenen) anhaften könnte.Um 17.25 Uhr endete die Familienversammlung.Joachim BrockhausenFamilienverbandseit 1884Familienverbandseit 1884v. BrockhusenSigwina von Geyso v. BrockhausenIngridCharlotteBrigitteMaria-ElisabethJürgen IGerdJürgen IIHeinrichJoachim v. BruchhausenMarianneBärbelRegineFranzJörgBernhardPhilippBirgitEddaIreneJobstAlexaVolkmarCarla-MariaEsther-BeatriceKlaus HenningMargaretePhilipp-HenningHenriette AufderhaarDieter AufderhaarUlla Bijvoet-DouquéLouk Bijvoet mit zwei KindernJaqueline DouqéEmilie DouqéAxel DouqéCarola DouqéMarie-LuiseHenningChristianeThiloEditha BeckerIlse MählClaus MählEvelyn MählPatricia MählEvaClemensErnst Joachim DohanyIlse Susanne DohanyBernhardHerthaBernd KriebitzschHildegard Kriebitzsch